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Maßnahmen (27)

Wenige Stunden nach dem Supreme-Court-Urteil gegen die IEEPA-Zölle verhängte die Regierung einen globalen Importzuschlag von 10 % nach Section 122 des Trade Act von 1974. Section 122 begrenzt solche Zuschläge auf 150 Tage, sofern der Kongress sie nicht verlängert; eine Verlängerung wurde nicht veröffentlicht, sodass der Zuschlag am 24. Juli 2026 auslief und nicht mehr erhoben wird. Der Court of International Trade hatte ihn am 7. Mai 2026 für rechtswidrig erklärt; das Berufungsverfahren bleibt relevant, weil gezahlte Zölle erstattungsfähig werden könnten. Am selben Tag traten die Section-301-Zwangsarbeitszölle von 10–12,5 % in Kraft.

Aktueller Satz: No longer collected — the surcharge lapsed on July 24, 2026 at the end of its 150-day statutory maximum. It was 10% ad valorem on most imports, all origins.

IEEPA-Reziprozitätszölle (vom Supreme Court aufgehoben)

Gerichtlich aufgehoben
Federal Register

Die Executive Order vom April 2025 ('Liberation Day') verhängte einen Basiszoll von 10 % auf fast alle Importe plus höhere länderspezifische Sätze. Nach einem Jahr aus Pausen, Verlängerungen und Prozessen entschied der Supreme Court am 20. Februar 2026 mit 6:3, dass IEEPA keine Zölle erlaubt, und hob das gesamte Programm auf. Bereits gezahlte Zölle — Branchenschätzungen reichen bis 175 Mrd. USD — sind potenziell erstattungsfähig; die Regierung ersetzte Teile des Programms noch am selben Tag durch einen Section-122-Zuschlag.

IEEPA-Fentanyl-Zölle gegen China (aufgehoben)

Gerichtlich aufgehoben
Federal Register

Zölle auf chinesische Waren, verhängt im Februar 2025 wegen Fentanyl-Schmuggels: zunächst 10 %, im März 2025 auf 20 % erhöht, im November 2025 im Rahmen der US-China-Waffenruhe wieder auf 10 % gesenkt. Das IEEPA-Urteil des Supreme Court vom Februar 2026 machte sie vollständig nichtig. Stand Juni 2026 haben Washington und Peking über eine Wiedereinführung unter anderen Rechtsgrundlagen gesprochen; formalisiert ist nichts.

IEEPA border tariffs on Canada (struck down)

Gerichtlich aufgehoben
Federal Register

25% tariffs on non-USMCA-qualifying Canadian goods (10% on energy and potash), imposed March 2025 over drug-trafficking concerns after a one-month pause. USMCA-originating goods were exempted days after the tariffs took effect. The Supreme Court's February 2026 IEEPA ruling voided the program; paid duties are potentially refundable.

IEEPA border tariffs on Mexico (struck down)

Gerichtlich aufgehoben
Federal Register

25% tariffs on non-USMCA-qualifying Mexican goods, imposed March 2025 over border-security and drug-trafficking concerns after a one-month pause, with USMCA-originating goods exempted days later. The Supreme Court's February 2026 IEEPA ruling voided the program; paid duties are potentially refundable.

Section-232-Stahlzölle (25 %)

In Kraft
CBP-Anweisung

Zölle auf Stahl aus Gründen der nationalen Sicherheit, seit 2018 in Kraft und 2025–26 stark ausgeweitet: Der Satz verdoppelte sich im Juni 2025 auf 50 %, Länderausnahmen entfielen, die Bemessungsgrundlage umfasst den vollen Zollwert von Folgeprodukten, und Hunderte nachgelagerte Produkte kamen hinzu. Proklamation 11032 setzte den Basissatz ab 8. Juni 2026 bis 31. Dezember 2027 auf 25 % zurück, mit einer kombinierten Untergrenze von 15 % für gelistete Partner wie EU, UK, Japan und Korea sowie einem Übergangssatz von 15 % für bestimmte metallintensive Ausrüstung. Vom IEEPA-Urteil des Supreme Court nicht betroffen.

Aktueller Satz: 25% on steel articles and derivatives (reduced from 50% on June 8, 2026, through December 31, 2027); 15% combined floor for the EU, UK, Japan, Korea, Taiwan, Switzerland, Liechtenstein, Argentina, Ecuador, El Salvador and Guatemala; 10% for derivatives made entirely (at least 85% by weight) from U.S.-smelted steel; USMCA goods dutied on non-U.S. content with a 15% floor

Läuft kraft Gesetzes aus:

Zölle auf Aluminium aus Gründen der nationalen Sicherheit, parallel zu Stahl ausgeweitet: 50 % ab Juni 2025 für alle Ursprungsländer, mehrfach erweiterte Erfassung von Folgeprodukten, seit April 2026 Bemessung auf den vollen Zollwert und — seit Proklamation 11032 — ein Basissatz von 25 % ab 8. Juni 2026 bis 31. Dezember 2027 mit einer kombinierten Untergrenze von 15 % für gelistete Partner und einem Übergangssatz von 15 % für bestimmte Ausrüstung. Eine Proklamation vom Juli 2026 erlaubt Unternehmen, die US-Primäraluminiumkapazität aufbauen, die Einfuhr zum halben Satz. Vom IEEPA-Urteil nicht betroffen.

Aktueller Satz: 25% on aluminum articles and derivatives (reduced from 50% on June 8, 2026, through December 31, 2027); 15% combined floor for the EU, UK, Japan, Korea, Taiwan, Switzerland, Liechtenstein, Argentina, Ecuador, El Salvador and Guatemala; 10% for derivatives made entirely (at least 85% by weight) from U.S.-smelted aluminum; half rate for approved onshoring plans

Läuft kraft Gesetzes aus:

Section-232-Kupferzölle (50 %)

In Kraft
CBP-Anweisung

50 % Zoll auf Kupferhalbzeug und kupferintensive Folgeprodukte, in Kraft seit August 2025 — die erste Section-232-Maßnahme zu Kupfer. 2026 wurde das Regime in den einheitlichen Metallrahmen überführt: erweiterte Erfassung im April, weitere Anpassungen und ein Übergangssatz von 15 % für bestimmte Kategorien im Juni, gültig bis 31. Dezember 2027.

Aktueller Satz: 50% on semi-finished copper and most derivatives; some categories at 25% or the 15% transitional rate

Läuft kraft Gesetzes aus:

25 % Zoll auf importierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge seit April 2025, im Mai 2025 auf wichtige Autoteile ausgeweitet. USMCA-konforme Fahrzeuge werden nur auf den Nicht-US-Anteil verzollt; ein Anpassungsmechanismus unterstützt US-Hersteller degressiv. Vom IEEPA-Urteil nicht betroffen.

Aktueller Satz: 25% on passenger vehicles, light trucks, and listed auto parts

25% tariffs on imported medium- and heavy-duty vehicles and parts, and 10% on buses, effective November 1, 2025 under a Section 232 national-security finding.

Aktueller Satz: 25% on medium- and heavy-duty vehicles and parts; 10% on buses

Ein eng begrenzter Zoll von 25 % auf fortgeschrittene Halbleiter oberhalb definierter Leistungsschwellen (High-End-KI-Beschleuniger und deren Folgeprodukte), in Kraft seit 15. Januar 2026. Umfangreiche Ausnahmen gelten für US-Rechenzentren, Start-ups, F&E und den öffentlichen Sektor. Der Maßnahme gingen monatelang deutlich breitere verbale Drohungen voraus — bis zu '100 % auf alle Chips' —, die in diesem Umfang nie formalisiert wurden.

Aktueller Satz: 25% on semiconductors above defined performance thresholds and derivative products

Die Proklamation vom April 2026 führt Pharmazölle in zwei Stufen ein. Für die in Annex III gelisteten Unternehmen gelten sie seit 31. Juli 2026; für die übrigen Unternehmen ist der 29. September 2026 vorgesehen. Der Standardsatz für patentierte Arzneimittel und Wirkstoffe beträgt 100 %, mit 15 % für die EU, Japan, Südkorea und die Schweiz, 0 % für das Vereinigte Königreich sowie 20 % oder 0 % für Unternehmen mit genehmigten US-Onshoring-Vereinbarungen. Generika bleiben vorerst ausgenommen.

Aktueller Satz: For covered Annex III companies: 100% default on patented pharmaceuticals; 15% EU/JP/KR/CH; 0% UK; 20% or 0% under approved company agreements

Geplante Erhöhung:

Tariffs on softwood timber and lumber (10%) and on upholstered furniture, kitchen cabinets, and vanities (25% and up), effective October 14, 2025, with scheduled escalations for furniture categories and country-deal carve-outs added by amendment in January 2026.

Aktueller Satz: 10% on softwood timber and lumber; 25%+ on upholstered furniture, kitchen cabinets, and vanities

Die ursprünglichen China-Zölle: 25 % auf rund 250 Mrd. USD an Importen (Listen 1–3) und 7,5 % auf Liste 4A, in Kraft seit 2018–2020, plus die Erhöhungen der Vierjahresüberprüfung 2024 für strategische Sektoren — darunter 100 % auf E-Autos, 50 % auf Solarzellen und Halbleiter, 25 % auf Lithium-Ionen-Batterien. Sie überstanden das IEEPA-Urteil unberührt und bleiben das Fundament der US-China-Zollbelastung. Die USTR leitete im Mai 2026 die zweite gesetzliche Vierjahresüberprüfung ein; die Fristen für Fortführungsanträge endeten im Juli und August 2026, die nächste Phase hat keinen veröffentlichten Termin. Seit dem 24. Juli 2026 kommt ein separater Section-301-Zwangsarbeitszoll von 12,5 % hinzu.

Aktueller Satz: 25% (Lists 1–3); 7.5% (List 4A); strategic-sector increases incl. 100% EVs, 50% solar cells and semiconductors, 25% lithium-ion batteries

Ausnahmen, die bestimmte Produkte — überwiegend Maschinen und Fertigungsvorprodukte — von den Section-301-China-Zöllen befreien. Im Rahmen der Handels-Waffenruhe vom November 2025 wurden sie bis 10. November 2026 verlängert. Importeure, die auf eine Ausnahme bauen, stehen bei deren Auslaufen vor einer harten Neukalkulation.

Aktueller Satz: 0% additional duty for excluded products (otherwise 25%)

Pause läuft aus:

Das Genfer Abkommen vom Mai 2025 setzte die dreistellige Eskalation zwischen den USA und China aus; die Vereinbarung von Kuala Lumpur vom November 2025 verlängerte die Aussetzung bis 10. November 2026 bei einem verbleibenden Reziprozitätssatz von 10 %. Das Supreme-Court-Urteil vom Februar 2026 machte die zugrunde liegenden IEEPA-Zölle nichtig, doch die Waffenruhe prägt weiter die Verhandlungen: Stand Juni 2026 sprechen beide Seiten über eine Wiedereinführung unter anderen Rechtsgrundlagen — ihr Ablaufdatum bleibt das entscheidende Datum im US-China-Handel.

Aktueller Satz: Heightened reciprocal rates suspended; 10% rate remained during suspension (voided Feb 2026)

Waffenruhe läuft aus:

Im Oktober 2025, nachdem China neue Exportkontrollen für Seltene Erden angekündigt hatte, drohte der Präsident mit einem zusätzlichen 100-%-Zoll auf alle chinesischen Waren ab 1. November 2025. Es folgte nie eine Executive Order, keine Federal-Register-Mitteilung, keine CBP-Anweisung: Die Drohung wurde Wochen später durch die Waffenruhe von Kuala Lumpur entschärft. Ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum Signalstärke zählt — wer allein auf die Schlagzeile hin neu kalkulierte, trug Kosten für eine Maßnahme, die nie existierte.

Angedrohter Satz: Additional 100% on all Chinese goods (announced for November 1, 2025)

After the Supreme Court voided the IEEPA tariffs in February 2026, Washington and Beijing have reportedly agreed on terms for restoring equivalent U.S. tariffs under other legal authorities — but as of June 2026 nothing has been formalized, and an extension of the November truce remains unresolved. Watch for a Federal Register notice; until one exists, no compliance action is required.

Angedrohter Satz: Restoration of roughly the pre-ruling cumulative China rate under Section 301/232/122 authorities

Bei der ersten gemeinsamen Sechsjahresüberprüfung am 1. Juli 2026 stimmten die Vereinigten Staaten einer Verlängerung des USMCA in seiner jetzigen Form nicht zu, während Kanada und Mexiko eine Verlängerung um 16 Jahre unterstützten. Das Abkommen bleibt vollständig in Kraft und die Zollpräferenz unverändert, geht aber nach Artikel 34.7 in jährliche gemeinsame Überprüfungen über, bis die drei Parteien eine Verlängerung bestätigen oder das Abkommen am 1. Juli 2036 ausläuft. Bilaterale Verhandlungsrunden zwischen den USA und Mexiko laufen weiter; jede nordamerikanische Lieferkette mit USMCA-Präferenz trägt nun ein jährliches Verlängerungsrisiko.

Am 24. Juli 2026 — dem Tag, an dem der Section-122-Zuschlag auslief — verhängte die USTR nach Section 301 zusätzliche Zölle von 10 % oder 12,5 % auf Waren aus 60 Volkswirtschaften und schloss damit Untersuchungen zu deren fehlendem oder nicht durchgesetztem Einfuhrverbot für Waren aus Zwangsarbeit ab. Der Satz ist je Volkswirtschaft festgelegt: Kanada, Mexiko, Indien, das Vereinigte Königreich, Malaysia und Indonesien zahlen 10 %; China, Vietnam, Brasilien und Thailand 12,5 %; die EU und Taiwan 10 % sowie Japan, Korea und die Schweiz 12,5 %, jeweils abzüglich des MFN-Satzes. Waren, die Section-232-Zöllen unterliegen, sind ausgenommen, ebenso in Anhängen gelistete Produkte mehrerer Volkswirtschaften und vor dem 24. Juli verladene Waren, die vor dem 28. Juli 2026 abgefertigt wurden.

Aktueller Satz: 10% or 12.5% additional ad valorem by economy (EU and Taiwan 10%, Japan, Korea and Switzerland 12.5%, each net of the MFN rate); goods subject to Section 232 duties and annex-listed products are exempt

Proklamation 11055 vom 13. August 2026 verhängt Section-232-Zölle auf unbemannte Luftfahrzeuge und deren Komponenten: 100 % auf UAS über 25 kg, Wärmebild-UAS, Dockingstationen und gelistete kritische Komponenten (Anhang I) sowie 25 % auf UAS bis 25 kg (Anhang II) für Waren, die ab dem 3. September 2026 abgefertigt werden. Weitere 25 % auf Komponenten nach Anhang III gelten ab dem 9. Februar 2027. Bei zertifiziertem Ursprung der kritischen Komponenten und Technologie in Japan, Korea, Taiwan, der Schweiz, Liechtenstein oder der EU ist der Satz auf 15 % gedeckelt, für das Vereinigte Königreich auf 10 %. Anbieter auf der Blue-UAS-Liste des Verteidigungsministeriums oder der FCC-Liste erhalten 180 Tage Aufschub.

Aktueller Satz: 100% on Annex I articles (UAS over 25 kg, thermal-imaging UAS, docking stations, critical components); 25% on Annex II (UAS of 25 kg or less); capped at 15% for certified Japan/Korea/Taiwan/Switzerland/Liechtenstein/EU content and 10% for the UK

Geplante Erhöhung:

Proklamation 11052 vom 6. August 2026 verhängt einen zusätzlichen Section-232-Zoll von 15 % auf Polysilizium, Polysilizium-Ingots und die in den Anhängen gelisteten Folgeprodukte — die Vorprodukte der Solar-Lieferkette von Wafern über Zellen bis zu Modulen — für Waren, die ab dem 4. Dezember 2026 abgefertigt werden. Für Waren aus Japan, Korea, Taiwan, der Schweiz, Liechtenstein und EU-Mitgliedstaaten ergeben Section-232-Zoll und Spalte-1-Satz zusammen 15 %; für das Vereinigte Königreich gelten 10 %. Der Zoll kommt zu bestehenden Section-301-Solarzöllen sowie Antidumping- und Ausgleichszöllen hinzu, sofern die Proklamation nichts anderes bestimmt.

Aktueller Satz: Not yet collected — 15% additional ad valorem from December 4, 2026 on polysilicon, ingots and annex-listed derivatives; for Japan/Korea/Taiwan/Switzerland/Liechtenstein/EU products the Section 232 duty plus the Column 1 rate totals 15%; UK 10%

Tritt in Kraft:

Drei Proklamationen vom 20. Juli 2026 (Nr. 11046, 11047 und 11048) stützen sich auf Section 338 des Tariff Act von 1930 — eine selten genutzte Vorschrift, mit der der Präsident auf ausländische Diskriminierung des US-Handels mit Zöllen von bis zu 50 % reagieren kann — und verhängen einen zusätzlichen Zoll von 50 % auf in Anhängen gelistete kanadische alkoholische Getränke, Milchprodukte und Kraftfahrzeuge. Proklamation 11056 vom 18. August verschob den Beginn um drei Tage, während Kanada die Aufhebung seiner Maßnahmen in Aussicht stellte; die Zölle gelten daher für Waren, die ab dem 22. August 2026, 0:01 Uhr ET, abgefertigt werden. Eine weitere Aussetzung wurde nicht veröffentlicht. Waren, die bereits Section-232-Zöllen unterliegen, sind ausgenommen; Fahrzeuge unter den Section-232-Autozöllen fallen daher nicht unter diese Maßnahme. Die Anhänge legen die betroffenen Zolltarifpositionen fest.

Aktueller Satz: 50% additional ad valorem on annex-listed products of Canada: alcoholic beverages (HTS 2203–2208), dairy products, and motor vehicles not subject to Section 232 duties

Die USTR verhängte mit Wirkung vom 22. Juli 2026 einen zusätzlichen Zoll von 25 % auf Waren aus Brasilien und schloss damit die Section-301-Untersuchung zu Brasiliens Praktiken bei digitalem Handel, Präferenzzöllen, Korruptionsbekämpfung, geistigem Eigentum, Ethanol und Entwaldung ab. Die Maßnahme enthält weitreichende Ausnahmen: Waren unter Section-232-Zöllen, zivile Luftfahrzeuge und Teile, Arzneimittel und Wirkstoffe, Orangensaft, Kaffee, Açaí, Honig, Häute und Leder, Meeresfrüchte, Holzprodukte, Energieprodukte und Seltene Erden. Vor dem 22. Juli verladene und vor dem 29. Juli 2026 abgefertigte Waren sind ausgenommen. Die Anmeldung erfolgt unter HTSUS 9903.05.01 bis 9903.05.09.

Aktueller Satz: 25% additional ad valorem on products of Brazil, with annex-listed exclusions (Section 232 articles, civil aircraft, pharmaceuticals, orange juice, coffee, açaí, honey, hides, seafood, wood, energy, rare earths)

Die De-minimis-Freigrenze von 800 USD, die Kleinsendungen eine zollfreie Einfuhr mit minimalen Daten erlaubte, wurde ab dem 29. August 2025 durch Executive Order 14324 für alle Länder ausgesetzt und nach dem IEEPA-Urteil fortgeführt. Am 24. Juni 2026 machte die CBP die Aussetzung in ihren eigenen Vorschriften nach 19 U.S.C. 1321 unbefristet — ausdrücklich unabhängig von den Executive Orders — und schuf ein neues Postverfahren, das eine 10-stellige HTS-Einreihung, Bürgschaften der Anmelder und monatliche Zollzahlung verlangt. Der Kongress hat De minimis zudem per Gesetz mit Wirkung zum 1. Juli 2027 abgeschafft. Jede Kleinsendung braucht nun eine förmliche oder vereinfachte Anmeldung und zahlt die für die Ware geltenden Zölle.

Aktueller Satz: No duty-free threshold: low-value shipments pay the duties that apply to the goods (MFN plus any Section 232, Section 301 or other additional duties)

Die USTR eröffnete am 18. Juni 2026 eine Section-301-Untersuchung zu der aus ihrer Sicht anhaltenden Unterbezahlung innovativer Arzneimittel in Deutschland, mit öffentlicher Anhörung und schriftlichen Stellungnahmen. Ein Zoll wurde weder vorgeschlagen noch verhängt; eine Section-301-Untersuchung kann in Zöllen, einer anderen Handelsmaßnahme oder einer Vereinbarung enden, und die USTR hat zwölf Monate ab Einleitung, um festzustellen, ob die Praktiken sanktionierbar sind. Importeure deutscher Waren sollten dies neben dem Zwangsarbeitszoll von 10 % beobachten, den Deutschland als EU-Mitglied bereits trägt.

Überprüfung fällig:

Nachdem die USTR Vietnam im Special-301-Bericht vom 30. April 2026 als Priority Foreign Country eingestuft hatte, leitete sie eine am 3. Juni 2026 veröffentlichte Section-301-Untersuchung zum Schutz und zur Durchsetzung geistigen Eigentums in Vietnam und zu damit verbundenen Marktzugangshemmnissen ein. Ein Zoll wurde weder vorgeschlagen noch verhängt. Vietnam ist für viele US-Importeure das wichtigste Ausweichland zu China und trägt bereits einen Section-301-Zwangsarbeitszoll von 12,5 %; eine negative Feststellung würde die bestehende Belastung verstärken.

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