Zollmaßnahmen mit Wirkung auf Indonesien
Aufstrebende Sourcing-Basis für Bekleidung, Schuhe und nickelbasierte Batterie-Vorprodukte; betroffen vom Section-122-Zuschlag.
Maßnahmen spezifisch für Indonesien
Section-301-Zwangsarbeitszölle auf 60 Volkswirtschaften (10 % / 12,5 %)
Am 24. Juli 2026 — dem Tag, an dem der Section-122-Zuschlag auslief — verhängte die USTR nach Section 301 zusätzliche Zölle von 10 % oder 12,5 % auf Waren aus 60 Volkswirtschaften und schloss damit Untersuchungen zu deren fehlendem oder nicht durchgesetztem Einfuhrverbot für Waren aus Zwangsarbeit ab. Der Satz ist je Volkswirtschaft festgelegt: Kanada, Mexiko, Indien, das Vereinigte Königreich, Malaysia und Indonesien zahlen 10 %; China, Vietnam, Brasilien und Thailand 12,5 %; die EU und Taiwan 10 % sowie Japan, Korea und die Schweiz 12,5 %, jeweils abzüglich des MFN-Satzes. Waren, die Section-232-Zöllen unterliegen, sind ausgenommen, ebenso in Anhängen gelistete Produkte mehrerer Volkswirtschaften und vor dem 24. Juli verladene Waren, die vor dem 28. Juli 2026 abgefertigt wurden.
Aktueller Satz: 10% or 12.5% additional ad valorem by economy (EU and Taiwan 10%, Japan, Korea and Switzerland 12.5%, each net of the MFN rate); goods subject to Section 232 duties and annex-listed products are exempt
Globale Maßnahmen (alle Ursprungsländer)
Temporärer globaler Importzuschlag nach Section 122 (10 %)
Wenige Stunden nach dem Supreme-Court-Urteil gegen die IEEPA-Zölle verhängte die Regierung einen globalen Importzuschlag von 10 % nach Section 122 des Trade Act von 1974. Section 122 begrenzt solche Zuschläge auf 150 Tage, sofern der Kongress sie nicht verlängert; eine Verlängerung wurde nicht veröffentlicht, sodass der Zuschlag am 24. Juli 2026 auslief und nicht mehr erhoben wird. Der Court of International Trade hatte ihn am 7. Mai 2026 für rechtswidrig erklärt; das Berufungsverfahren bleibt relevant, weil gezahlte Zölle erstattungsfähig werden könnten. Am selben Tag traten die Section-301-Zwangsarbeitszölle von 10–12,5 % in Kraft.
Aktueller Satz: No longer collected — the surcharge lapsed on July 24, 2026 at the end of its 150-day statutory maximum. It was 10% ad valorem on most imports, all origins.
IEEPA-Reziprozitätszölle (vom Supreme Court aufgehoben)
Die Executive Order vom April 2025 ('Liberation Day') verhängte einen Basiszoll von 10 % auf fast alle Importe plus höhere länderspezifische Sätze. Nach einem Jahr aus Pausen, Verlängerungen und Prozessen entschied der Supreme Court am 20. Februar 2026 mit 6:3, dass IEEPA keine Zölle erlaubt, und hob das gesamte Programm auf. Bereits gezahlte Zölle — Branchenschätzungen reichen bis 175 Mrd. USD — sind potenziell erstattungsfähig; die Regierung ersetzte Teile des Programms noch am selben Tag durch einen Section-122-Zuschlag.
Section-232-Stahlzölle (25 %)
Zölle auf Stahl aus Gründen der nationalen Sicherheit, seit 2018 in Kraft und 2025–26 stark ausgeweitet: Der Satz verdoppelte sich im Juni 2025 auf 50 %, Länderausnahmen entfielen, die Bemessungsgrundlage umfasst den vollen Zollwert von Folgeprodukten, und Hunderte nachgelagerte Produkte kamen hinzu. Proklamation 11032 setzte den Basissatz ab 8. Juni 2026 bis 31. Dezember 2027 auf 25 % zurück, mit einer kombinierten Untergrenze von 15 % für gelistete Partner wie EU, UK, Japan und Korea sowie einem Übergangssatz von 15 % für bestimmte metallintensive Ausrüstung. Vom IEEPA-Urteil des Supreme Court nicht betroffen.
Aktueller Satz: 25% on steel articles and derivatives (reduced from 50% on June 8, 2026, through December 31, 2027); 15% combined floor for the EU, UK, Japan, Korea, Taiwan, Switzerland, Liechtenstein, Argentina, Ecuador, El Salvador and Guatemala; 10% for derivatives made entirely (at least 85% by weight) from U.S.-smelted steel; USMCA goods dutied on non-U.S. content with a 15% floor
Läuft kraft Gesetzes aus:Section-232-Aluminiumzölle (25 %)
Zölle auf Aluminium aus Gründen der nationalen Sicherheit, parallel zu Stahl ausgeweitet: 50 % ab Juni 2025 für alle Ursprungsländer, mehrfach erweiterte Erfassung von Folgeprodukten, seit April 2026 Bemessung auf den vollen Zollwert und — seit Proklamation 11032 — ein Basissatz von 25 % ab 8. Juni 2026 bis 31. Dezember 2027 mit einer kombinierten Untergrenze von 15 % für gelistete Partner und einem Übergangssatz von 15 % für bestimmte Ausrüstung. Eine Proklamation vom Juli 2026 erlaubt Unternehmen, die US-Primäraluminiumkapazität aufbauen, die Einfuhr zum halben Satz. Vom IEEPA-Urteil nicht betroffen.
Aktueller Satz: 25% on aluminum articles and derivatives (reduced from 50% on June 8, 2026, through December 31, 2027); 15% combined floor for the EU, UK, Japan, Korea, Taiwan, Switzerland, Liechtenstein, Argentina, Ecuador, El Salvador and Guatemala; 10% for derivatives made entirely (at least 85% by weight) from U.S.-smelted aluminum; half rate for approved onshoring plans
Läuft kraft Gesetzes aus:Section-232-Kupferzölle (50 %)
50 % Zoll auf Kupferhalbzeug und kupferintensive Folgeprodukte, in Kraft seit August 2025 — die erste Section-232-Maßnahme zu Kupfer. 2026 wurde das Regime in den einheitlichen Metallrahmen überführt: erweiterte Erfassung im April, weitere Anpassungen und ein Übergangssatz von 15 % für bestimmte Kategorien im Juni, gültig bis 31. Dezember 2027.
Aktueller Satz: 50% on semi-finished copper and most derivatives; some categories at 25% or the 15% transitional rate
Läuft kraft Gesetzes aus:Section-232-Zölle auf Autos und Autoteile (25 %)
25 % Zoll auf importierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge seit April 2025, im Mai 2025 auf wichtige Autoteile ausgeweitet. USMCA-konforme Fahrzeuge werden nur auf den Nicht-US-Anteil verzollt; ein Anpassungsmechanismus unterstützt US-Hersteller degressiv. Vom IEEPA-Urteil nicht betroffen.
Aktueller Satz: 25% on passenger vehicles, light trucks, and listed auto parts
Section 232 medium- and heavy-duty vehicle tariffs
25% tariffs on imported medium- and heavy-duty vehicles and parts, and 10% on buses, effective November 1, 2025 under a Section 232 national-security finding.
Aktueller Satz: 25% on medium- and heavy-duty vehicles and parts; 10% on buses
Section-232-Halbleiterzölle (25 %, fortgeschrittene KI-Chips)
Ein eng begrenzter Zoll von 25 % auf fortgeschrittene Halbleiter oberhalb definierter Leistungsschwellen (High-End-KI-Beschleuniger und deren Folgeprodukte), in Kraft seit 15. Januar 2026. Umfangreiche Ausnahmen gelten für US-Rechenzentren, Start-ups, F&E und den öffentlichen Sektor. Der Maßnahme gingen monatelang deutlich breitere verbale Drohungen voraus — bis zu '100 % auf alle Chips' —, die in diesem Umfang nie formalisiert wurden.
Aktueller Satz: 25% on semiconductors above defined performance thresholds and derivative products
Section-232-Pharmazölle (stufenweise seit 31. Juli 2026)
Die Proklamation vom April 2026 führt Pharmazölle in zwei Stufen ein. Für die in Annex III gelisteten Unternehmen gelten sie seit 31. Juli 2026; für die übrigen Unternehmen ist der 29. September 2026 vorgesehen. Der Standardsatz für patentierte Arzneimittel und Wirkstoffe beträgt 100 %, mit 15 % für die EU, Japan, Südkorea und die Schweiz, 0 % für das Vereinigte Königreich sowie 20 % oder 0 % für Unternehmen mit genehmigten US-Onshoring-Vereinbarungen. Generika bleiben vorerst ausgenommen.
Aktueller Satz: For covered Annex III companies: 100% default on patented pharmaceuticals; 15% EU/JP/KR/CH; 0% UK; 20% or 0% under approved company agreements
Geplante Erhöhung:Section 232 timber, lumber, and furniture tariffs
Tariffs on softwood timber and lumber (10%) and on upholstered furniture, kitchen cabinets, and vanities (25% and up), effective October 14, 2025, with scheduled escalations for furniture categories and country-deal carve-outs added by amendment in January 2026.
Aktueller Satz: 10% on softwood timber and lumber; 25%+ on upholstered furniture, kitchen cabinets, and vanities
Section-232-Zölle auf Drohnen und Drohnenkomponenten (100 % / 25 %)
Proklamation 11055 vom 13. August 2026 verhängt Section-232-Zölle auf unbemannte Luftfahrzeuge und deren Komponenten: 100 % auf UAS über 25 kg, Wärmebild-UAS, Dockingstationen und gelistete kritische Komponenten (Anhang I) sowie 25 % auf UAS bis 25 kg (Anhang II) für Waren, die ab dem 3. September 2026 abgefertigt werden. Weitere 25 % auf Komponenten nach Anhang III gelten ab dem 9. Februar 2027. Bei zertifiziertem Ursprung der kritischen Komponenten und Technologie in Japan, Korea, Taiwan, der Schweiz, Liechtenstein oder der EU ist der Satz auf 15 % gedeckelt, für das Vereinigte Königreich auf 10 %. Anbieter auf der Blue-UAS-Liste des Verteidigungsministeriums oder der FCC-Liste erhalten 180 Tage Aufschub.
Aktueller Satz: 100% on Annex I articles (UAS over 25 kg, thermal-imaging UAS, docking stations, critical components); 25% on Annex II (UAS of 25 kg or less); capped at 15% for certified Japan/Korea/Taiwan/Switzerland/Liechtenstein/EU content and 10% for the UK
Geplante Erhöhung:Section-232-Zölle auf Polysilizium und Solar-Folgeprodukte (15 %, ab 4. Dezember 2026)
Proklamation 11052 vom 6. August 2026 verhängt einen zusätzlichen Section-232-Zoll von 15 % auf Polysilizium, Polysilizium-Ingots und die in den Anhängen gelisteten Folgeprodukte — die Vorprodukte der Solar-Lieferkette von Wafern über Zellen bis zu Modulen — für Waren, die ab dem 4. Dezember 2026 abgefertigt werden. Für Waren aus Japan, Korea, Taiwan, der Schweiz, Liechtenstein und EU-Mitgliedstaaten ergeben Section-232-Zoll und Spalte-1-Satz zusammen 15 %; für das Vereinigte Königreich gelten 10 %. Der Zoll kommt zu bestehenden Section-301-Solarzöllen sowie Antidumping- und Ausgleichszöllen hinzu, sofern die Proklamation nichts anderes bestimmt.
Aktueller Satz: Not yet collected — 15% additional ad valorem from December 4, 2026 on polysilicon, ingots and annex-listed derivatives; for Japan/Korea/Taiwan/Switzerland/Liechtenstein/EU products the Section 232 duty plus the Column 1 rate totals 15%; UK 10%
Tritt in Kraft:De-minimis-Zollfreiheit für alle Länder ausgesetzt
Die De-minimis-Freigrenze von 800 USD, die Kleinsendungen eine zollfreie Einfuhr mit minimalen Daten erlaubte, wurde ab dem 29. August 2025 durch Executive Order 14324 für alle Länder ausgesetzt und nach dem IEEPA-Urteil fortgeführt. Am 24. Juni 2026 machte die CBP die Aussetzung in ihren eigenen Vorschriften nach 19 U.S.C. 1321 unbefristet — ausdrücklich unabhängig von den Executive Orders — und schuf ein neues Postverfahren, das eine 10-stellige HTS-Einreihung, Bürgschaften der Anmelder und monatliche Zollzahlung verlangt. Der Kongress hat De minimis zudem per Gesetz mit Wirkung zum 1. Juli 2027 abgeschafft. Jede Kleinsendung braucht nun eine förmliche oder vereinfachte Anmeldung und zahlt die für die Ware geltenden Zölle.
Aktueller Satz: No duty-free threshold: low-value shipments pay the duties that apply to the goods (MFN plus any Section 232, Section 301 or other additional duties)
Könnte ein Produkt betroffen sein?
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